Produkt ist nicht gleich Produkt. Der Bildvergleich zeigt deutlich die Qualitätsunterschiede beim Endprodukt, wenn es, wie diese Automobil-Innentüre, mit verschiedenen Maschinensystemen bearbeitet wird. So deutlich die Unterschiede, so einfach sind die Erklärungen:
Roboter besitzen eine Punkt-zu-Punkt-Steuerung, entsprechend wird die Maschine gezwungen, die "geteachten" Punkte exakt anzufahren. Auf die Bahn zwischen den Punkten wird jedoch keine Rücksicht genommen. Das hat zur Folge, dass diese Bahn beliebig variieren kann, je nachdem mit welchem Tempo und mit welcher Masse transportiert wird. Eine Bahnkontrolle fehlt gänzlich.
Eine CNC-Maschine kontrolliert dagegen ihre Bahn ununterbrochen und erfasst dazu einen sogenannten Schleppabstand, der beliebig gesetzt werden kann. Das heißt, das Werkzeug einer CNC-Maschine bewegt sich in einem individuell vorgegebenen Toleranzschlauch. Wird dieser aus irgendeinem Grund verlassen, bleibt die Maschine automatisch stehen und signalisiert mit einer Fehlermeldung, dass etwas außerhalb der Norm geschieht.
Stichpunkt Interpolation: Ein Roboter besitzt meist sechs aneinandergehängte Drehachsen. Zur Interpolation bei einer geradlinigen Bahn – und diese kommt am Häufigsten vor und ist auch am Leichtesten kontrollierbar – muss eine CNC-Maschine ein bis drei Achsen einfach miteinander interpolieren. Ein Roboter muss dagegen alle sechs Achsen fahren und sie daher auf komplizierte Weise glätten.
Die Bilder zeigen das Ergebnis: Die Bahn des robotergefrästen Teils ist unruhig und ungenau. Die mit einer CNC-Maschine gefahrene Bahn ist exakt und ruhig und um fast zwei Größenordnungen genauer. Dabei ist die Bahngeschwindigkeit jedoch dreimal so hoch und die CNC-Bahn wird permanent kontrolliert.
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