Alle 3 Techniken sind auf den GEISS-Standardmaschinen einsetzbar. Allerdings hat eine kombinierte Fräs- und Entgratarbeit auf einer einzigen Anlage nur dann wirtschaftliche Vorteile, wenn die Maschine auch die Dynamik besitzt, schnellste Bahngeschwindigkeiten zu fahren. Nur dann läuft der Entgratvorgang wirklich schneller ab, als das Fräsen allein.
Weiterhin lautete eine neue Aufgabe: maschinelles Entgraten von auf Fertigungszentren gefrästen Aluminiumteilen. Die Bauteile werden mit Robotern bearbeitet; das größte Teil ist 250 x 250 x 150 mm groß.
Die Lösung der Aufgabe verband sich bei GEISS mit einer völligen Neuentwicklung auf dem Gebiet der Entgratung. GEISS drehte das Prinzip der Bearbeitung um: Nicht das Werkzeug wird geführt, sondern das Teil wird an den Werkzeugen nach und nach
vorbeigeführt, und das mittels optimal gesteuerter CNC-Maschine. Der Kopf der Fräsmaschine wurde dazu zum Tragen eines Dreifach-Greifers eingerichtet. Der Greifer entnimmt einer Palette das entsprechende Bauteil und führt es nun an einer Vielzahl von Bearbeitungswerkzeugen -wi
e zum Beispiel Schleifer, elastischen Spindeln, Schwabbeln, etc. - vorbei.
Die letzte Bearbeitungsstation ist das Waschen und Absprühen in einem Behälter. Die Vorteile dieser Entgratungstechnik liegen auf der Hand: Nicht nur arbeitet eine CNC-Maschine wesentlich genauer als ein Roboter, es entfällt auch die lästige Roboterprogrammierung mit ihren endlosen Optimierungsversuchen.
Dazu kommt, dass CAD/CAM-Lösungen möglich sind. Die CNC-Bearbeitungsmaschine ist zudem nicht aufwändiger als ein Roboter und verbessert das Output wesentlich, denn ein weiterer Pluspunkt ist die schnellere Bearbeitungszeit dank der Bahnsteuerung.
Optimale Ergebnisse zu erhalten war beim Entgraten bisher stets eine "Gratwanderung". Die Neuentwicklung von GEISS ermöglicht nun neue Perspektiven für die Bearbeitung hochgenauer und anspruchsvoller Teile.